Männer in Sorge und Pflege

Geschlechterrollen von Männern und Frauen im Wandel

Referentinnen und Referenten

Die Veranstaltung wird von dem ehrenamtlichen Engagement aller Vortragenden und Referierenden getragen. Ohne sie wäre das Seminar nicht zustande gekommen. Vielen Dank!



Dr. Ruth Abramowski

Leitung Workshop 3: "Spannungsfeld Sorge- und Erwerbsarbeit" und Diskutantin Podium 

Dr. Ruth Abramowski lehrt und forscht an der Universität Bremen (SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik) zu den Schwerpunkten Gender und Arbeit, Familiensoziologie sowie vergleichende Wohlfahrts-staatsforschung. Aus einer europäisch vergleichenden Perspektive hat sie sich im Rahmen ihrer Forschungs-tätigkeiten umfassend der Thematik von Machtstrukturen und der Kontinuität traditioneller innerhäuslicher Arbeitsteilungs-arrangements gewidmet. Ihre aktuellen Forschungsaktivitäten nehmen insbesondere Bezug auf transnationale Familienkonstellationen von Pflegemigrant*innen. Erst kürzlich war sie als Expertin an der Verfassung einer Expertise zur transnationalen Elternschaft in Vorbereitung für den neunten Familienbericht des deutschen Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) beteiligt.

https://www.socium.uni-bremen.de/ueber-das-socium/mitglieder/ruth-abramowski/


Dr. Ralf Bönt

Diskutant Podium: Männer in Sorge und Pflege - Geschlechterrollen von Männern und Frauen im Wandel

Ralf Bönt hat sich nach einer akademischen Laufbahn als Physiker einen Namen als freischaffender Autor gemacht. Er wirbt in Büchern, Essays, Zeitungsbeiträgen und Vorträgen regelmäßig für ein differenziertes Männerbild und männliche Emanzipation von überkommenen Rollenmustern. Er ist damit zu diesem Thema einer der profiliertesten Teilnehmer im öffentlichen Diskurs geworden. 

http://www.boent.eu


Dr. Andrea Despot

Moderatorin Podium: Männer in Sorge und Pflege - Geschlechterrollen von Männern und Frauen im Wandel

Dr. Andrea Despot ist seit 2017 Direktorin der Europäischen Akademie Berlin und geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Trägervereins „Europäische Akademie Berlin e.V.“. Zuvor war Andrea Despot wissenschaftliche Mitarbeiterin am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin, wo sie auch zur Dr. phil. promoviert wurde, und wissenschaftliche  Mitarbeiterin am Lehrstuhl für vergleichende Regierungslehre an der Universität Erfurt. Sie setzt sich im Rahmen Ihrer Tätigkeit u. a. für die Förderung von Kompetenz in den Internationalen Beziehungen und der Internationalen Sicherheit ohne Ansehen des Geschlechts ein. Sie wird regelmäßig als Moderatorin und Expertin angefragt.

 


Dr. Andreas Heilmann

Leitung Workshop 4: "Fürsorgliche Männlichkeiten? Hegemoniale Männlichkeit und Care" und Diskutant Podium

Dr. Andreas Heilmann ist als wissenschaftlicher Berater und Coach selbstständig tätig. Als Sozialwissenschaftler liegen seine Forschungsschwerpunkte auf Arbeits- und Geschlechter-/Männlichkeitssoziologie. An der Universität Jena hat er sich intensiv mit dem Spannungsfeld klassischer Konstruktionen von Männlichkeit und Fürsorglichkeit/ Care vor dem Hintergrund der Grenzen des Wachstums auseinander-gesetzt. Mit Sylka Scholz stieß er im Rahmen des DFG-Postwachstums-Kollegs eine interdisziplinäre Debatte über die theoretische und empirische Erfassung fürsorglicher Männlichkeiten an. Beide haben in diesem Jahr den Sammelband „Caring Masculinities?“ herausgegeben.


Sabine Menkens

Diskutantin Podium: Männer in Sorge und Pflege - Geschlechterrollen von Männern und Frauen im Wandel

Sabine Menkens ist Politikredakteurin bei der WELT. Seit Jahren begleitet sie die Debatte über Sorge-arbeit, Geschlechterrollen und Nachtrennungssorge in Deutschland. Für ihre Artikel und Interviews über die verschiedenen Facetten von Familienpolitik, Pflege und Sorge spricht sie sowohl mit politischen Entscheidungsträgern, Wissenschaftlern und Vertretern von Verbänden als auch mit kleineren Graswurzel-Initiativen. Ein Auszug ihrer aktuellen Beiträge ist hier zu finden.


 

Prof. Dr. Almut Peukert

Leitung Workshop 2: „Neue Männer – neue Frauen – Aufteilung der Familiensorge an den wichtigen Wegmarken im Leben“ und Diskutantin Podium

Prof. Dr. Almut Peukert lehrt Soziologie an der Universität Hamburg mit den Schwerpunkten Erwerbs- und Familienarbeit sowie Geschlechter- und Paar-/Familiensoziologie. Sie hat sich intensiv mit Aushandlungsprozessen zur Sorgearbeit auf Paarebene beschäftigt; in ihren jüngsten Publikationen geht es um Aushandlungsprozesse bei Leihmutterschaft sowie um die Selbst- und Fremdzuschreibung von geschlechterdifferenzierender Betreuungs-verantwortung in der Kleinkindbetreuung. In der von ihr geleiteten AG 2: Aufteilung der Familiensorge an den wichtigen Wegmarken im Leben werden ebenfalls Aushandlungsprozesse vor dem Hintergrund von Phänomen wie ‚aktive/neue Väter‘ und einem Wandel von Geschlechterarrangements Thema sein.

https://www.wiso.uni-hamburg.de/fachbereich-sozoek/professuren/peukert/team/peukert-almut.html

(Foto: Fany Fazii, Die Fotogräfinnen)

Björn Süfke

Leitung Workshop 1: Quantität vs. Qualität – Geschlechteridentitäten und Kinderbetreuung und Diskutant Podium

Björn Süfke ist Psychologe und Autor aus Bielefeld. Er hat zwei Standardwerke über männliche Sozialisation und Geschlechterbeziehungen (Männerseelen – Ein psychologischer Reiseführer; Männer - was es heute heißt, ein Mann zu sein) geschrieben. Wenn es um eine ganzheitliche Sicht männlicher Sozialisation und Geschlechteremanzipation geht, ist er eine wichtige Stimme in Deutschland. Er leitet die AG 1: Geschlechteridentitäten und Kinderbetreuung, ein Thema mit dem er in den letzten Jahren – geprägt durch persönliche Erfahrungen – besonders stark in der Öffentlichkeit in Erscheinung getreten ist.

https://maenner-therapie.de/

 

PD Dr. Christine Weinbach

Vortrag: Feminismus und Familie -- Das wohlfahrtsstaatliche Zweiverdiener-Modell und seine Verwirklichung durch gender-neutrale Kita-Erziehung

PD Dr. Christine Weinbach ist Soziologin. Sie forscht am Forum Internationale Wissenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn im eigenen Forschungsprojekt „Die Kita als wohlfahrtsstaatlicher Baustein im Welfare State der funktional differenzierten Gesellschaft“, das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziert wird. Sie interessiert sich für diejenigen gesellschaftlichen Strukturen, die für die De-Konstruktion der Geschlechterdifferenz sowie geschlechtlicher Ungleichheit ‚verantwortlich’ sind – und dass diese durch gegenläufige Gesellschaftsstrukturen unterlaufen werden (können).